Polarlicht über Tromso, Norwegen (Bild: Franz Ulrich)
Fliessen in den Leitungen zusätzlich Ströme, dann entsteht ein Magnetfeld, welches sich konzentrisch um den jeweiligen Leiter bildet. Auch dieses Feld „schwingt“ im Takt der Netzfrequenz von 50 Hz. Insbesondere Transformatoren von kleinen Steckernetzteilen erzeugen immens hohe Magnetfelder, welche mit zunehmendem Abstand aber schnell abnehmen. Die Stärke des Magnetfeldes wird in Tesla angegeben, bzw. in Bruchteilen davon, z. B. Nano-Tesla [nT].
Magnetische Felder treten im Frequenzbereich von 0 Hz (Gleichfeld) bis zu rund 30 kHz auf; man spricht dabei von niederfrequenten magnetischen Feldern. Ab etwa 30 kHz treten das magnetische und das elektrische Feld nicht mehr separat auf, sondern sind aneinander gekoppelt, weshalb man dann von hochfrequenten, elektromagnetischen Feldern spricht.
Ein netzbetriebener Radiowecker auf dem Nachttisch kann schnell ein Magnetfeld in der Grössenordnung von weit über 1'000 nT ausbilden. Der empfohlene Wert für Schlafplätze liegt bei < 20 nT!
Franz Ulrich
Befinden sich Fahrleitungen von Eisenbahn-, Trolleybus- oder Tramlinie in der Nähe, können auch diese zu hohen Magnetfeldern führen.
Nebst dem Wechselfeld treffen wir auch statische magnetische Felder an, welche z. B. aus Kopfhörern, Lautsprecher-Boxen, aber auch von aufmagnetisierten Eisenteilen wie Armierungseisen oder Metallteile am Bett etc. stammen. Diese Magnetfelder überlagern das natürliche Erdmagnetfeld (auf welches wir angewiesen sind) und verzerren es.