Bei der Blüemlisalphütte, SAC (Bild: Franz Ulrich)

Elektrisches Feld

Überall wo Spannungen (bzw. Spannungsdifferenzen oder Potenzialdifferenzen) vorhanden sind, entstehen elektrische Felder. Diese werden mit der Einheit Volt pro Meter [V/m] angegeben. Schlafplätze sind besonders davon betroffen: Neben, unter und über dem Bett herrscht oft ein richtiges Leitungswirrwarr: Steckdosen in Kopfnähe, Verlängerungskabel unter dem Bett, Nachttischlampe und Radiowecker neben dem Kopfteil …

Elektrische Felder treten im Frequenzbereich von 0 Hz (Gleichfeld) bis zu rund 30 kHz auf; man spricht dabei von niederfrequenten elektrischen Feldern. Ab etwa 30 kHz treten das elektrische und das magnetische Feld nicht mehr separat auf, sondern sind aneinander gekoppelt, weshalb man dann von hochfrequenten, elektromagnetischen Feldern spricht.

Nicht selten messe ich elektrische Feldstärken von über 10 V/m. Auf die Dauer ist bei solch hohen Werten ein erholsamer Schlaf kaum möglich. Der empfohlene Wert für Schlafplätze liegt bei < 0.3 V/m!

Elektrische Felder aus verschiedenen Quellen können sich überlagern, verstärken, zum Teil aber auch auslöschen (Phasendifferenz). Deshalb kann es gut sein, dass sich die gemessene Feldstärke erhöht, obwohl eine (von mehreren) Feldquelle eliminiert wird. Eine Messung vor Ort ist deshalb unumgänglich, damit eine Situation nicht „verschlimmbessert“ wird.

Übrigens leitet Holz elektrische Felder recht gut weiter; besonders in Holzhäusern ist deshalb das elektrische Feld oft das Hauptproblem.